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Hier präsentieren wir eine Auswahl von Blogs aus den Fachgruppen des MMW-Bundesverbandes. Wir möchten besonders auf die "Dialog-Form" einiger Fachgruppen hinweisen. Wichtig an dieser Form: Das Gespräch mit der "Praxis". Natürlich sind auch die "Theoretiker" herzlich zum Dialog eingeladen. ... (Koordination und Redaktion: Gerd K. Schaumann)
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11.4.21

Genossenschaften – Bekenntnis zum „Kooperativen Wandel“?!


Essenz: 

Gute Fragen sind wichtiger als vorschnelle Antworten, weil Antworten recht schnell – wenn auch verdeckt – Voreinstellungen bzw. Präferenzen widerspiegeln. Am Übergang von „Konkurrenz-Gesellschaft“ zum „Kooperativen Wandel“ geht es um „Inklusion“. Keine Gruppe sollte übersehen oder gar ausgegrenzt werden. Es gibt keine „partielle Kooperation“, es gibt nur eine gemeinsame „Kooperations-Gesellschaft“.

Der „Kooperation“ ist es egal:

·       Mit welchen Motiven sich die „Tür“ zur Einsicht öffnet.

Wichtiger ist, dass wir erkennen:

·       Dass die Idee der „Gegeneinander-Gesellschaft“ keine überzeugenden Lösungen (mehr) hat bzw. sogar haben kann oder wird, die Zukunftsfähigkeit unseren Kindern zu „garantieren“.

Dagegen wirken Fragen von irgendwelchen „Steuervorteilen“ geradezu banal. Genossenschaften sind (derzeit) wohl die einzige Rechtsform, um diesen notwendigen (kooperativen) Wandel real gestalten zu können. Wer jetzt auf die Idee kommt, bereits seit langem bestehende Steuerthemen als Wachstums-Barriere für Kooperations-Wachstum zu sehen, übersieht den „Ernst“ der Lage:

·       Priorität sollte jetzt der zeitnahe Umbau der Konkurrenz-Gesellschaft haben.

Was jemanden dazu bewegt, faktisch den notwendigen, Kooperativen Wandel zu befördern, ist zunächst nachrangig.

·       Entscheidend ist (s)eine faktische Zustimmung und die damit verbundene Stärkung des Kooperativen Wandels.     

Wer jetzt – alt bekannte Probleme der Konkurrenz-Gesellschaft (wie z.B. „Verteilungs-Gerechtigkeit“) - zu Hindernissen für eine Stärkung des Kooperations-Sektors „hochstilisiert“, beteiligt sich – bewusst oder unbewusst – daran:

·       Künstlich Barrieren gegen einen Kooperativen Wandel aufzubauen. …

Genossenschaftsverbände sollten sich genauer überlegen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem geben könnte, was sie sagen und was sie damit eigentlich verursachen.

Aus unserer Sicht hat der Kooperative Wandel jetzt oberste Priorität und es wäre gut:

·       Wenn Genossenschaftsverbände das auch deutlich zum Ausdruck bringen würden 

 

Frage:

Wir diskutieren in unserem Wirtschafts-Seminar über das Thema „Ideologie im Wandel der Zeiten“. Ein Teilbereich ist die Beurteilung verschiedener Wirtschaftskonzeptionen, wie z.B. Genossenschaften. Früher waren Zusammenschlüsse eine Art „Schutz“ vor Armut oder Reaktion auf Notlagen. Es gab schließlich auch keine „staatliche Fürsorge“. Aber immer noch wird der Bezug von Genossenschaften auf Gruppen reduziert, die in irgendeiner Form als „benachteiligt“ angesehen werden. Aus moderner Sicht sehen wir Genossenschaften nicht mehr als „arme Leute Veranstaltung“, sondern als eine „Rechtsform“, die den Gedanken der Kooperation zur Wirkung bzw. Umsetzung bringt. …   

Aus diesem Grunde können wir auch nicht die Aufregung verstehen, wenn man sich darüber aufregt, dass „Reiche“ erkennen, dass auch ihnen Genossenschaften Vorteile bringen. …

Sie zeigen damit doch eigentlich deutlich auf, erkannt zu haben, dass Kooperation vorteilhaft ist und ein „kooperativer Wandel“ ein Weg in die richtige Richtung ist. …

Das Thema „Steuern sparen“ hat (nicht nur, aber logischerweise besonders) bei  „Reichen“ – logischerweise - schon immer eine besondere Rolle gespielt.

„Steuer-Spar-Beratung“ – davon lebt ein Berufsstand (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer) gut und mit „hohem“ Ansehen. Komisch, erst als (endlich) von diesen auch die „Kooperation“ (Genossenschaft) als „Normalität“ erkannt wurde, meldeten sich die „Sozial-Romantiker“ zu Wort und kamen zu der merkwürdigen „Haltung“, dass man „Steuern Sparen“ zwar als „richtig“ empfand, jedoch nicht für und in Genossenschaften. Wer sich etwas mit „Zahlen“ beschäftigt, sollte erkennen, worüber man sich „aufregt: Es gibt etwa 3,3 Millionen Unternehmen in Deutschland. Davon sind jedoch nur 8 Tausend als Genossenschaften tätig(!!!)

Worüber reden eigentlich die Genossenschaftsverbände? Lenken sie nur ab, von ihrem eigentlichen „Problemen“: Endlich Genossenschaften als attraktive Rechtsform darzustellen! Man braucht sie, um nicht nur über „Kooperativen Wandel“ zu reden, sondern ihn auch herabeizuführen. …

Antwort:

Wir sehen, unsere (vorab gestellten) „Fragen“ haben sich gelohnt. Sie sind in eure Diskussionen eingeflossen. …

Das ist übrigens eine unserer Grundthesen:

·       Fragen zu stellen, ist wichtiger, als „nur“ die Antworten zu geben

Noch deutlicher:

·       Richtige, d.h. „querdenkerische“ Fragen sind überhaupt erst die Grundlagen für gute Antworten und Lösungen.

Wer immer nur die Welt auf den „Radius eines Bierdeckels“ reduziert, sozusagen den „Rest der Welt“ einfach ausblendet, kann kaum behaupten, ernst genommen zu werden oder „Gehör“ zu finden. …

Kennt ihr z.B. (Genossenschafts-) Verbände, die überhaupt bereit sind, „Fragen“, vor allem „innovative“ zu stellen? Vermutlich eher nicht, denn sie tun so, als wäre bereits alles „gelöst“ und man müsse sorgsam darauf achten, dass nicht das „alte“ plötzlich doch „in (eine) Frage“ gestellt wird. …

„In-frage-stellen“ ist eines der unbeliebtesten Worte von Verbänden überhaupt. Dabei ist aber genau das der oft notwendige „Startup“ zu neuen Möglichkeiten. …

Beginnen wir mit dem Fragestellen, wie wir sie eigentlich – in diesem Falle – von Genossenschaftsverbänden erwarten würden:

·       Was ist der Grund, weswegen es in Deutschland so beindruckend wenige Unternehmen in der Rechtsform einer Genossenschaft gibt?

·       Was ist der Grund, weshalb Deutschland – im EU-Rahmen gesehen – seit Jahren den geringsten Zuwachs an Genossenschaften hat, wobei man doch sich als das „Erfinderland (Raiffeisen)“ für diese Rechtsform hält?

·       Was ist der Grund, weshalb man Genossenschaften und Genossenschaftsgründer sozusagen unter die „Vormundschaft“ von „staatskontrollierten“ Verbänden stellt?

·       Was bedeutet es, jemand unter „Aufsicht“ (Vormundschaft) zu stellen? Im Privatleben heißt das: Du bist „entmündigt“, zumindest nicht voll „geschäftsfähig“.

·       Was waren die „Gesamt-Motive“ des Herrn Raiffeisen, vor 200 Jahren den Weg zu einer Rechtsform „Genossenschaft“ zu bahnen? War das wirklich nur „soziale Dienstleistung“ oder bestanden zugleich auch politische Beweggründe; und welche waren das damals und welche davon könnten noch heute davon gelten? Usw.

Wir wollen die „Genossenschaftsverbände“ nicht überfordern, aber einige Fragen seien noch erlaubt:

·       Gibt es irgendwo die Idee, wie eine „Kooperations-Gesellschaft“ aussehen könnte bzw. wie man den Weg dahin zumindest anbahnen möchte?

·       Will man weiterhin die Trennung in „Gegensätzen“ (arm/reich, gut/böse, richtig/falsch, usw.) aufrecht erhalten, dann muss man sich von einer „Kooperations-Gesellschaft“ verabschieden, sich weiterhin mit der „Konkurrenz-Gesellschaft“ arrangieren und wird letztlich seine „Daseins-Berechtigung“ verlieren, zumindest in Bezug auf „Gestaltungsfähigkeit“.

·       Will man nicht zur Kenntnis nehmen, dass in der gesamten EU (außer Österreich) es keine „Zensur-Behörden“ für Genossenschaften mit Namen Genossenschaftsverbände gibt, in denen man „zwangsweise“ Mitglied sein muss, um sich überhaupt als Genossenschaft „formen“ zu können und dass man in fast allen EU-Ländern ein expandierendes Genossenschafts-System gibt, während man sich hier (in Deutschland) auf  „Nebenschauplätzen“ profiliert und „zensiert“?

·       Will man ernsthaft mit längst überholten weltanschaulichen „Sozialromantizismen“ ein modernes Genossenschaftswesen – zwar unbewusst, aber dennoch so seiend – „verspielen“, weil man „spaltet“, statt zusammenführen, indem man – verdeckt – legale Vorteile mit Begriffen von „gut oder ungut“ bewertet?

Wie anders sollte man die derzeit laufende Diskussion bewerten, wenn Genossenschaftsverbände sich allen ernstes auf Diskussionen einlassen, teilweise sie sogar initiieren, dass es ein „Zwei-Klassen-Steuerrecht“ geben sollte, in dem letztlich es Rechtsformen gäbe, die weniger oder keine Steuervorteile hätten und welche, die „steuer-affin“ sind. …

In jedem „Existenz-Gründer-Seminar“ – sogar des BMWI – spielen Steuern eine nicht unbedeutende Rolle. …

Steuerberater sind eigentlich ein angesehener Berufsstand. Was aber tun sie eigentlich? Na klar, sie empfehlen „Steuern zu sparen“ und wenn es im Ausland besser geht, empfehlen sie sogar „Betriebs-verlegungen“. Mal ehrlich, wer kennt einen Wirtschaftsverband oder gar eine Interessenvertretung der Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, den das bisher „gestört“ hätte. …

Aber merkwürdig:

·       Als Steuerberater – endlich – auch Genossenschaften „inkludierten“, brach eine Art „Stampede“ los, das sei von „Übel“. Wohl gemerkt, nicht die Steuerberater haben diese „Bauchschmerzen“ artikuliert, sondern die Genossenschafts-verbände. …

Natürlich auch die Presse, in völliger Verkennung der Zusammenhänge – oder war es bei denen doch irgendwie „politisch“ motiviert?

Ihr habt hoffentlich bemerkt, dass wir bisher lediglich versucht haben „gute“, d.h. tiefgründige bzw. „querdenkerische“ Fragen zu formulieren. ..

Aber Ihr merkt deutlich, wie wichtig es ist, zunächst gute (d.h. offene Fragen) zu stellen. Je mehr Fragen, umso besser.

Die Antworten dazu wollen wir euch (ebenfalls zunächst) gern überlassen. …

Wir regen an, diese (Frage-)Methode – auch in eurem Wissenschaftsbetrieb – immer wieder zu trainieren. …

Selbst „Nobel-Preisträger“ (und alle Wissenschaftler) sind sich der „Vorläufigkeit“ ihrer Antworten bewusst, denn sie beginnen recht zeitnah damit „neue“ Fragen zu formulieren. …

Gern – sofern Ihr es wünscht – gehen wir auch zu Antworten über, wohl wissend, dass auch diese wiederum nur „vorläufig“ sind. …

Unser Anliegen ist der „Kooperative Wandel“ und Genossenschaften sind (derzeit) wohl eine der wichtigsten Rechtsformen zum „Einstieg in den Umstieg“ – aber bitte für ALLE, die guten Willens sind. …

Genau hierin liegt die Herausforderung moderner Kooperations- bzw. Genossenschaftsverbände, sofern sie es „ernst“ meinen und erkennen dass die nachfolgende Erkenntnis durchaus stimmig ist:

Kooperation – Ist die geniale Erfindung des (ganzheitlichen, nachhaltigen) Vorteils für Alle Menschen. Unser Körper ist – ein von jedem selbst nachvollziehbares Vorbild! …

Redaktion: Fachgruppe GenoFAQ - im SmartCoop ForschungsInstitut (SCFI) des Bundesverbandes MMW (Spitzen- und Dachverband der Cooperations- und Genossenschaftswirtschaft) i.V.m. Experten aus Theorie und Praxis der Bereiche Genossenschaften und Kooperationen – www.Bundesverband-MMW.de – Kontakt:  gks@menschen-machen-wirtschaft.de

Unsere Berater für Genossenschaftsfragen: DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts- u. Prüfungsverband e.V. (info@degp.de) und der CoopGo Bund Freier Genossenschaften (gw@coopgo.de)

Unser Berater für QuantenManagement ist das  QuantenInstitut (IWMC Internationale Wissenschafts-u. MedienCooperation) und seine diversen Fachgruppen info@quanteninstitut.de

20.3.21

„Kooperativer-Bildungs-Kodex“ (KBK) – Förderung von Schule und Bildung in Genossenschaft.


 

Essenz: 

Die Frage ist berechtigt: Sind Genossenschafts- und Prüfungsverbände wirklich bereit, in der Lage und Willens, für neue gesellschaftliche (kooperative) Herausforderungen den  notwendigen (unterstützenden) „Mehrwert“ erbringen zu können und zu wollen, der z.B. derzeit in Form von „spannenden“ neuen Initiativen im Bereich Bildung und Wissenschaft erforderlich ist?

Ja durchaus. Aber nur dann, wenn man bereit ist, sich wirklich als „Dienstleister“ in Sachen Kooperation zu verstehen. Vereinfacht gesagt könnte das heißen:

·       Nicht „prüfen“ steht im Vordergrund, sondern (Mehrwert-) Beratung, möglichst auf gleicher Augenhöhe.

Das ist nicht unbedingt das, was bereits zu den Stärken aller Verbände zählt. ….

So, wie Projekte unterschiedlich groß sind, sind es auch die Genossenschaftsverbände. Es gibt kleinere, mittlere, große und sehr große Verbände. Aus der Seefahrt kennt man diese Regel:

·       Je mehr man „Tanker“ ist, umso langsamer kommen Richtungswechsel zustande. Kleinere Boote sind naturgemäß viel wendiger. …

Ob das Bedeutung haben kann für genossenschaftlich-kooperative Bildungs- oder Schulprojekte?

Wohl nicht direkt, aber man sollte sich darauf einstellen. Genossenschaftsverbände „schweben“ nicht in „politikfreien“ Räumen. …

Verkürzt gesagt, ist diese Situationsbeschreibung tendenziell zutreffend:

·       Es gibt einerseits die „Bildungsexperten“ (Verbände, Gruppen, Initiatoren) des Neuen. Es sind die „InteressenVertreter“ der Lehrer, Eltern und Kinder. Diese „Initiativ-Gruppen“  verfügen bereits (meist) über klare Vorstellungen über die Ziele ihrer „Bildungs-Innovationen“.                                                 

·       Es gibt andererseits die Repräsentanten der Genossenschafts-Verbände. Deren innovatives Selbstverständnis war bisher nicht unbedingt hoch oder gar „grenzüberschreitend“.

Im Bereich der Bildung – so wie sich das durchaus andeutet – wird es zu einem „innovativen Sprung“ kommen. (Was das beuten kann, sollte zeitnah separat erläutert werden. …

Hier nur soviel:

·       Erziehung, Bildung und Wissenschaft werden in nächster Zeit wohl einen der größten Veränderungen erleben, die es je geben hat.

Keinesfalls darf geschehen, dass sich ausgerechnet Verbände im Genossenschaftsbereich als „Bremsschuh“ verstehen und atypisch als „Regulatoren“ wirken – bewusst oder unbewusst!

Die diversen Bildungs-Organisationen oder Organisatoren sollten sich dieser Situation bewusst sein. Zu meinen, weil man etwas in Form einer Genossenschaft organisiert, sei dies bereits „Fortschritt“, wäre naiv. …

Wir sind sicher, die Repräsentanten der „Neuen Bildungsbewegung“ wissen, was gemeint ist. ..

Jetzt ist die Zeit, dass sich die Projekte vernetzen, um selbst ihre Forderungen zu formulieren und dann (kooperativ) gegenüber den Vertretern der Genossenschafts-Verbände vertreten. Auf klare und eindeutige Fragen, müssen klare und eindeutige Antworten erfolgen …

Wir formulieren Kooperation („Coop“) als;

·       „Die geniale Erfindung des nachhaltigen Vorteils“ (für alle).

Also beginnen wir doch einfach mal, ein neues „Muster“ für Kooperation auszuprobieren:

·       Die verschiedenen Interessengruppen - der Neuen (kooperativen) Bildungsbewegung - beginnen miteinander zu kooperieren, und formulieren ihr (möglichst gemeinsames) „Mehrwert-Anforderungs-Profil“ an die für sie jetzt notwendigen kooperativen Umsetzungs-Partner (vor allem Genossenschaftsverbände).

Wir nennen das „Kooperative Mehrwert-Matrix“. …

So etwas bietet sich vor allem dann an, wenn ein nachhaltiger „Kooperativer Wandel“ in einem gesellschaftlichen Teil-Segment zu vermuten (oder gar zu erwarten) ist. …

Es macht wenig Sinn, wenn sozusagen eine „Kooperative Nachfrage“ auf keine entsprechenden „Kooperativen Angebote“ trifft. …

Ein Weg, um aus diesem (noch) vorfindbaren Dilemma zügig herauszukommen, wäre z.B.:  

·        Eine Art „Kooperations-Ausschreibung“ (Nachfrager) zu erstellen und diese den Genossenschaft- /Prüfungsverbänden (Anbieter) zuzuleiten.

Das ist in der Konkurrenz-Gesellschaft eine bekannte (Bieter-)Praxis, der sich bisher jedoch die Genossenschaftsverbände wohl entzogen haben. ...

Wir befinden uns gerade im Bildungsbereich offensichtlich in einer „Wandel-Situation“. Es macht wenig Sinn, wenn auf „Kooperative Veränderungen“ mit (alten) „Werkzeugen“ (Anschauungen) reagiert wird.   

Wie wäre es z.B. dazu im Rahmen einer „Bildungs-Konferenz“ die Vertreter aller interessierten Genossenschafts-Verbände einzuladen, um einen gemeinsamen „Kooperations-Kodex für Neue Bildungs-konzeptionen“ zu erarbeiten und diesen dann gemeinsam zu veröffentlichen.

Dieser Test wäre wichtig:

·       Zu erfahren, welcher Genossenschaftsverband sich vorbehaltlos hinter welches Bildungskonzept stellt?

Kooperation ist ein „Wertgefüge“. Bildung sollte das auch sein. Eine wirklich spannende Frage, die sich da andeutet:

·       Wer beflügelt wen?

Entwickelt sich in den neuen (kooperativ, freien) Bildungseinrichtungen das neue „kooperative“ Menschen-Bild, das den Kooperativen Wandel beflügelt und sich – rückblickend – als:

·       Der Beginn der „Kooperativen Zeitenwende“ einordnen lässt?!

Wir appellieren an die Genossenschaftsverbände, diese Chance zu erkennen und vorbehaltlos neue (kooperative) Bildungs-Projekte innovativ zu unterstützen!  

Frage

Wir sind eine Initiative von Eltern, Lehrern und Wissenschaftlern, die von der derzeitigen „Schule“ nicht mehr überzeugt sind. Wir wollen für unsere Kinder Schulen entwickeln, die zur „Potenzialentfaltung“ dienen und nicht nur Wissen vermitteln, das bereits jetzt überholt und künftig nur noch als Ballast dient. Wir haben uns bereits einige Modelle angesehen und sind begeistert von der Idee, der Kooperation. Nun stehen wir vor der Umsetzung. Wir haben gehört, dass bereits an zahlreichen Standorten Schulen – meist in der Form von Genossenschaften – entstehen werden oder bereits entstanden sind. Gleichzeitig wissen wir auch, dass man dafür Mitglied in einem „Prüfverband“ sein muss. Kennt ihr Initiativen, die mit solchen (Über-) Prüfverbänden auch bereits schon mal gute Erfahrungen gesammelt haben? Wir haben es mal „angetestet“. Außer dem üblichen „Bla-Bla“ haben wir bisher wenig Nützliches erfahren. Was wäre sinnvoll jetzt zu tun?

Antwort

Vorweg ein Hinweis:

Es macht aus unserer Sicht keinen Sinn, andere zu kritisieren. Ihr verändert damit nicht, ihr verfestigt nur das, was ihr eigentlich ändern möchtet. ….

Wir haben dazu bereits mehrfach bei anderen Fragen Ausführungen gemacht. …

Eure Absicht – sieht aus unserer Perspektive – etwa so aus:

·       Ihr vermutet, dass Genossenschafts- oder/und Prüfungsverbände für eure Initiative keinen „Mehrwert“ haben.

Dazu würden wir anregen, dass ihr zunächst für euch und dann zwischen den verschiedenen Initiativen Konsens erzielt, was genauer für euch „Mehrwert“ sein sollte?

Wünscht ihr – ganz allgemein -

·       Kompetenz „Rund um das Thema Genossenschaft“?

oder

·       Sucht ihr zusätzlich - an der Schnittstelle von Genossenschaft (als kooperative Unternehmensform) und privater Bildungsinitativen – auch Kompetenz für weitergehende Themen, wie Finanzierung, Rechnungswesen, Recht, Steuern, Unternehmensführung, etc. in Kooperationen?,

oder

·       Sollte neben den vorstehenden Themen/Bereichen euer Partner auch „Profi“ in Sachen „Kooperation“ sein? …

Wir wollen uns zunächst auf einen Bereich konzentrieren, der oft übersehen wird:

·       Genossenschaften müssen (potentiell) förderwirtschaftlich Nutzen für die Mitglieder gewährleisten können.

Bei selbstorganisierten Bildungsinitiativen könnte diesbezüglich folgende Sichtweise hilfreich sein:

·       Die Eltern (Mitglieder) werden nicht direkt an der Förderung (Bildung) partizipieren. „Gefördert“ werden deren Kinder. Da Eltern jedoch den Auftrag „Erziehungsberechtigte“ haben, kann es eigentlich keine Zweifel daran geben, dass sie dennoch die „förderwirtschaftlichen Nutznießer“ sind.

 Wir wollen dies – rein vorsorglich – thematisieren, weil an dieser „Schnittstelle“ Skeptiker „intervenieren“ könnten, ob Genossenschaften überhaupt für Schulen infrage kämen.

Wir haben keinerlei Zweifel daran, dass Genossenschaften für Schulen und Bildungsinitiativen nicht nur als „Rechtsform“ stimmig sind, sondern auch am besten die Sicht „Kooperation statt Konkurrenz“ zum Ausdruck bringen. …

Kooperation ist ein „Wert“, eine Haltung, eine Überzeugung, wie Menschen – wozu natürlich auch die Kinder zählen - zu leben wünschen.

Ohne das zu vertiefen:

·       Die Grundhaltung unserer Gesellschaft ist (noch) recht weit von diesem „Wert“ (Kooperation) entfernt.

So gesehen, könnten Eltern (und deren Kinder) durchaus auch mit solchen Bildungskonzepten ein Stück „Leben in Kooperation“ realisieren wollen, das (noch) abseits vom „Mainstream“ steht. …

Von dieser (konsequenten) Idee scheinen „Genossenschaftsverbände“ eher (noch)  entfernt zu sein. …

Hier konnten nur einige Hinweise gegeben werden. Entscheidend ist jetzt, dass die zahlreichen bildungs- und schulpolitischen Konzepte – aus ihrer Sicht – beginnen deutlich Forderungen zu formulieren, um zu vermeiden, dass aus „Unkenntnis“ der Strukturen, Enttäuschungen oder Missverständnisse erwachsen, die die jetzt wichtigen neuen Bildungskonzepte zeitlich verzögern oder zu ungewollten Kompromissen führen. Die Genossenschaftsverbände sollten „Farbe“ bekennen, wie sie wirklich zu einem „Kooperativen Wandel“ stehen …

   Kooperation – Ist die geniale Erfindung des nachhaltigen Vorteils!

Redaktion: Fachgruppe GenoFAQ - im SmartCoop ForschungsInstitut (SCFI) des MMW (Bundesverband der Cooperations- und Genossenschaftswirtschaft) i.V.m. Experten aus der Kooperations-Theorie und -Praxis.

 Kontakt: gks@menschen-machen-wirtschaft.de

Unsere Berater für Genossenschaftsfragen: DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts- u. Prüfungsverband e.V. (info@degp.de) und der CoopGo Bund Freier Genossenschaften (gw@coopgo.de)

Unsere Berater für QuantenManagement: QuantenInstitut (IWMC Internationale Wissenschafts-u. MedienCooperation) info@quanteninstitut.de

 

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