Unsere Blogs

Hier präsentieren wir eine Auswahl von Blogs aus den Fachgruppen des MMW-Bundesverbandes. Wir möchten besonders auf die "Dialog-Form" einiger Fachgruppen hinweisen. Wichtig an dieser Form: Das Gespräch mit der "Praxis". Natürlich sind auch die "Theoretiker" herzlich zum Dialog eingeladen. ... (Koordination und Redaktion: Gerd K. Schaumann)

19.4.22

Der Mittelstand ist zu wichtig – Also stärken wir ihn kooperativ!


*SmartCoop – Existenzsicherung im Mittelstand*

 

SmartCoop-Dialoge  

 

*Rechtsformen genial kooperativ kombinieren*

 

Hinweis: Die SmartCoop-Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) bieten Impulse zur wirksamen Umsetzung Kooperativer Mittelstands-Ideen. SmartCoop-Dialoge sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung eines kooperativen Mittelstandes einzusetzen („Kooperative Existenzsicherung“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) geringfügig angepasst werden. Danke für ihre Anregungen zur Sicherung des Mittelstands.

 

Die Essenz der Fragen

 

Wir haben davon gehört, dass mit Hilfe von Genossenschaften sich interessante Möglichkeiten darbieten, um den Mittelstand zu stärken.

Unsere GembH hat inzwischen über 140 Beschäftigte an 2 Standorten. … Warum haben wir bisher von meinem Verband noch nichts dazu gehört?

Könnten Sie uns dazu einige Informationen geben. Gern vereinbaren wir auch dazu mit einem Fachberater einen Termin. Kann an dem Termin auch unser Unternehmensberater teilnehmen?

Wir hören gern von euch. Welchen Std.- Satz berechnen Sie?

Unser vorrangiges Thema ist, wie wir mit der zunehmenden Dominanz von Amazon & Co. längerfristig klarkommen können. …

Gern können wir auch ein Coaching vereinbaren. …

 

Die Essenz der Antworten

 

Danke für Ihre Anfrage. Grundsätzlich würden wir zunächst empfehlen, eine Video-Konferenz zu machen. Das erspart beiden Seiten Zeit und Fahrtkosten. …

Wir hätten nicht damit gerechnet, dass sich unsere „SmartCoop-Mittelstands-Informationen“ so schnell herumsprechen könnten. …

Ja, wir teilen Ihre Einschätzung, der Mittelstand wird von Amozon und ähnlichen Gruppen vor völlig neue Herausforderungen gestellt. Die „Corona-Zeit“ scheint diesen negativen Mittelstands-Trend eher noch verstäkt zu haben. …

Bitte machen Sie jetzt Ihren Verbänden keine Verwürfe, sie sind noch sehr „gefangen“ in einer „Denke“, die diese Form von Kooperation (i.v.m. Genossenschaften) bisher nicht auf dem „Schirm“ hat.

Unsere Lösung geht nicht von „Umwandlung“ irgendeiner Rechtsform aus, sondern bezieht sozusagen die bestehende Rechtsform mit ein.

Gern können Sie auch Ihren Unternehmensberater oder andere Berater hinzuziehen. …

Wenn verfügbar, senden Sie uns bitte einige Informationen zum Unternehmen und Ihre HP-Adresse.

 

PS: Ein „Coaching“ halten wir nicht für notwendig.

 

Wir freuen uns auf euere Antwort!

SmartCoop – Unser Körper zeigt, was Kooperation vermag…

Redaktion: AG SmartCoop-Mittelstand im SmartCoop Forschungsinstitut (SCFI) der „ThinkTank“ im Bundesverband MMW (Cooperations- und Genossen-schafts-Wirtschaft)  www.bundesverband-mmw.de  gks@menschen-machen-wirtschaft.de

Unsere Berater in Sachen „QuantenManagement“: Diverse Arbeitsgruppen im FIKW (ForschungsInstitut Kooperativer Wandel) des IWMC Quanten-Instituts - Internationale Wissenschafts- u. MedienCooperation für angewandte Quantenphysik - Kontakt:  info@quanteninstitut.de

 

12.4.22

Medien Machen Wirtschaft - Kooperative Veränderungen benötigen kooperative Informationen.


*Medien-Dialoge - Zukunfts-Dialoge*

 

Medien  Machen  Wirtschaft

 

 

 *Impulse für kooperative Veränderungen*

 

Hinweis: Die Medien-Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) bieten Journalisten, Reportern, Medienagenturen, etc. Impulse für ihre Arbeit im Interesse von mehr Kooperative o. genossenschaftlicher Perspektiven. Die Medien-Dialoge sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels einzusetzen („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) geringfügig angepasst bzw. gekürzt werden. Danke für die Mit-Gestaltung einer Kooperations-Gesellschaft.

 

Die Essenz der Fragen

 

Wir sind eine Journalisten-Vereinigung und haben von euerer Initiative „Medien-Machen-Wirtschaft“ gehört. Worum geht es genauer und welchen Nutzen könnten z.B. Journalisten und Medienagenturen davon haben, an solchen Dialogen aktiv teilzunehmen? …

Was uns auch interessieren würde: Habt ihr auch Seminare in eurem Angebot? …

Außerdem wäre für uns wichtig, dass absolute „Anonymität“ besteht. Könnte das auch heißen, dass wir ohne „Identitäts-Preisgabe“ Informationen bekämen?

Wie „belastbar“ sind euere Informationen und könnten wir auch ggf. Kontakte direkt zu Firmen bekommen.

Außerdem würde uns interessieren, wie wir es hinbekommen, euch als „Bezugs-Quelle“ der Informationen zu nennen, ggf. auch eine konkrete Person als „Quellen-Nachweis“ angeben zu können. …

Ihr seht unser deutliches Interesse. Versteht aber auch, wenn wir noch ein wenig „skeptisch“ sind bezüglich dieser Form von „Informations-Übermittlung“. ….

Gern hören wir von euch. ….

 

Die Essenz der Antworten

 

Der Bundesverband MMWCoopGo – als Initiator dieser Medien-Dialoge - ist zugleich Dachverband und Spitzenverband für die Bereiche „Cooperationswesen und Genossenschaften. („MMW“ steht für „Menschen-Machen-Wirtschaft“; also mehr Selbstverantwortung und mehr Selbstorganisation in Wirtschaft und Gesellschaft. „CoopGo“ deutet auf „kooperative Veränderungen“ hin. …

Beides zusammen ist – vereinfacht - gesagt:

·       Unser „Selbstverständnis“ und unser „Auftrag“.  

Seit Jahren erkennen wir im Bereich der Medien und Journalisten durchaus „Handlungsbedarf“ zugunsten zukunftsfähiger „Kooperations-Optionen“ zu einer Gesellschaft, die bisher sozusagen (fast komplett) im „Konkurrenz-Modus“ verharrt. Das könnte durchaus „Folgen“ haben – oder doch nicht? Und wenn ja:

·       In welcher Art und wie kann man damit umgehen bzw. rechtzeitig quasi „umsteuern“?

Die meisten „Printmedien“ wägen gern ab, welcher Medienkontakt für sie „nützlich“ ist. Vor allem die „Werbeanzeigen“ spielen eine recht große Entscheidungsgrundlage, für das  „was wird letztlich gedruckt wird“.! Auch in den Bereichen der „SocialMedias“ steigt seit einiger Zeit der Bedarf an „innovativen Veränderungskonzepten“ für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Ohne hier in die Einzelheiten gehen zu wollen, wird der Informationsbedarf von immer mehr Menschen deutlich, die nach Alternativen, zumindest Ergänzungen zu dem traditionellen „Prinzip Konkurrenz“ suchen. „Kooperation“ ist in den verschiedensten Varianten, ein sinnvolles „Alternativ-Angebot“

Dies ist – vereinfacht gesagt, unsere Grundanliegen:

·       Kooperative Optionen zur (Dominanz) der Konkurrenz-Gesellschaft zu gestalten und darüber eine möglichst breite Öffentlichkeit zu informieren – mit IHRER Hilfe … sofern Sie mögen ….

Für die übrigen – sehr wichtigen Fragen – würden wir anregen, eine „Video-Konferenz“ zu „riskieren“, um sozusagen „direkt-dialogisch“ schnell zu Ergebnissen zu kommen. …

Die war eine wichtige Frage für euch:

·       Sind unsere Informationen wirklich „belastbar“, gar „zitierfähig“?

Welche Informationen Ihr nutzt, ist euere ureigene Verantwortung. Das war bisher auch nicht anders. …

Nur habt ihr jetzt „Informations-Optionen“ und ihr könnt mit solchen Informationen auch besser selbst „weiter-recherchieren“. …

Wie ihr mit unseren Informationen letztlich umgeht, obliegt allein eurem Selbstverständnis:

·       Souveräne Journalisten oder Redakteure zu sein. …  

Auch ob ihr uns „zitiert“ oder nicht, obliegt ganz euerer Entscheidung. Für uns ist es wichtiger, euch überhaupt für das Thema „Mehr Kooperation“ sensibilisiert zu haben. …

Natürlich könnt ihr auch den MMW zitieren, aber bitte möglichst genau, vollständig und fair. …

Am Besten wäre es eigentlich,  mit einem aktuellen Vorgang zu beginnen. Wenn ihr mögt, werden wir euch dazu den Vorgang (direkt) benennen und euch auch – aus unserer Sicht – gern Fragen beantworten. …

Nur hier so viel „öffentlich“ vorab:

Es geht um das Thema:

·       Sanierung einer mitgliederstarken Genossenschaft.

An diesem Vorgang könnt ihr schnell erkennen, wie relativ „phantasielos“ und lediglich „schlagzeilen-bezogen“ euere „Kollegen“ in der der „Welt der Konkurrenz“ agieren.

Wir wollen – bewusst - provozieren:

·       Geht es denen (nur) um die („peppigen“) Schlagzeilen oder – zumindest ein wenig – auch um die betroffenen Menschen?

Verfolgt einfach mal in den nächsten Tagen dazu etwas intensiver die „Medien-Schlagzeilen“ und die Aktionen der „mandanten-schwangeren“ Anwälte. …

Formuliert dann an uns die ersten Fragen …

Falls ihr kritisch und zugleich auch konstruktiv (z.B. lösungsbezogen) mit diesem oder anderen Themen umgehen wollt, würden wir uns – im Interesse von mehr Kooperation in unserem Land – sehr freuen. …

Wenn wir zumindest euer Interesse für das wichtige Zukunft-Thema „Kooperation“ etwas mehr geweckt haben, haben sich unsere Bemühungen bereits gelohnt. …

Und deutlich JA:

·       Alles ist und bleibt – garantiert - anonym!

So etwa funktionieren etwa die (kooperativen)  „Medien-Dialoge“. … 

 

Wir freuen uns auf eure Antwort!

CoopGenial – Unser Körper, das kooperative Vorbild …

Redaktion: AG Medien-Dialoge im SmartCoop Forschungsinstitut (SCFI) der „ThinkTank“ im Bundesverband MMW e.V.(Cooperations- und Genossenschafts-Wirtschaft)  www.bundesverband-mmw.de  info@medien-machen-wirtschaft.de  o. info@menschen-machen-wirtschaft.de

Unsere Berater in Sachen Quanten-Management: FIKW (ForschungsInstitut Kooperativer Wandel) des IWMC Quanten-Instituts - Internationale Wissenschafts- u. MedienCooperation für angewandte Quantenphysik - Kontakt:  info@quanteninstitut.de

 

 

7.4.22

„Schüler Machen Wirtschaft“ und „Schüler-Genossenschaften“: Die Ideen und Ziele sind ähnlich, aber nicht gleich …


*GenoLand: Zukunfts-Dialoge mit der Jugend*

 

Schüler  Machen  Wirtschaft

 

 

 *Schüler-Impulse für einen Kooperativen Wandel*

 

Hinweis: Die GenoLand--Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) bieten Schülern und „Lern-Helfern“ (Lehrpersonal) Impulse zur Entwicklung – und auch Umsetzung -  Kooperativer o. genossenschaftlicher Projekt-Ideen. GenoLand-Dialoge sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels einzusetzen („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) geringfügig angepasst bzw. gekürzt werden. Danke für die Mit-Gestaltung deiner Kooperations-Gesellschaft.

 

Die Essenz der Fragen

 

Als Lehrer in einer Gesamtschule bin ich erfreut von euerer Initiative zu hören. Endlich scheint jemand zu erkennen, dass bereits in der Schule viel mehr „lebendiges Wissen“ in den Schulalltag zu holen. In der Tat, die Welt, in die unsere Schüler eintreten werden (z.B. Beruf oder Weiterbildung) ist völlig anders, als sich derzeit noch die meisten Eltern vorstellen. Diese Welt wird vor allem mehr Kooperation bedeuten als dies bisher praktiziert wird.

Dewegen ein klares „JA“, Schüler darauf – praxisbezogen – vorzubereiten. Die Form der Genossenschaft (Schüler-Genossenschaft) ist dafür sicherlich ein taugliches „Übungsfeld“. Aber was ist mit der „Wahlfreiheit“? Es gibt auch andere (Rechts-) Formen, die Schüler auch kennenlernen sollten….

Aber bleiben wir mal bei der Genossenschaft. Was mir auffällt am Konzept „Schülergenossenschaften“ ist vor allem:

·         Die Genossenschaft wird zu sehr rechtlich dargestellt. Sicherlich ist der Rahmen wichtig. Aber noch wichtiger ist, Kooperation zu lernen, sich im Umgang mit Problemen zu üben, die nach außen und innen bestehen. …

Außerdem finde ich es nicht unbedingt gut, dass die jeweiligen Kooperationspartner der Schulen immer (nur) die örtliche Volks- oder Raiffeisenbank ist. Das ganze Konzept „Schüler-Genossenschaft“ erscheint wie ein „verdecktes Werbekonzept“ für diese Banken. …

Dagegen ist nichts einzuwenden, wenn es z.B. Alternativen gäbe. …

Deswegen gefällt mir und meinen Kollegen euere Initiative „Schüler machen Wirtschaftt“.

·         Bietet ihr auch nur „Genossenschaften“ als „Rechtsformen“ an?

·         Und sind euere Partner auch die gleichen „Raiffeisen- oder Volksbanken“?

Wir haben grundsätzlich Interesse, euer Konzept kenenzulernen. Könnten wir dazu mal eine Videokonferenz vereinbaren?

Wir freuen uns auf euere Antwort-….  

 

Die Essenz der Antworten

 

Danke für euere Hinweise. Sie decken sich mit vielen ähnlichen Äußerungen von anderen Lehrerkollegen.

Gern bieten wir an, im Rahmen einer Videokonferenz das Konzept „Schüler Machen Wirtschaft“ vorzustellen.

Vorab wollen wir gern noch auf einige Besonderheiten hinweisen, die uns unterscheiden von dem Konzept „Schüler-Genossenschaft“ das von   verschiedenen „Raiffeisen-Genossenschaftsverbänden“ entwickelt wurde und nachhaltig von den diversen Raiffeisen-Organisationen (vor allem den Banken) unterstützt wird. Nachvollziehbar, wenn dort die „Rechtsform Genossenschaft“ im Mittelpunkt steht. …

Werft einen Blick auf die HP des Bundesverbandes MMW (www.bundesverband-mmw.de) Dort wird unsere „Idee“ schnell deutlich:

·         MMW – steht für Menschen Machen Wirtschaft, das ist sozusagen unser Grundverständnis. MENSCHEN und nicht eine Rechtsform stehen im Mittelpunkt!

·         CoopGo – steht für KOOPERATION zwischen Menschen und innerhalb der Gesellschaft, ist sozusagen „Programm“.

Der Begriff Wirtschaft wird bei MMW  nicht getrennt von anderen Bereichen, wie z.B. Gesundheit, Soziales, Politik oder Familie. Der Begriff „Wirtschaft“ deutet lediglich eine „unternehmerische Umsetzung“ an. So gesehen sind auch Vereine, Stiftungen, Personen- oder sogar Kapitalgesellschaften auch unser „Klientel“ als:

·         „Dachverband für die gesamte Cooperationswirtschaft“.

CoopGo signalisiert „Wege zu mehr Kooperation“.

Wenn wir z.B. sagen:

·         „Schüler Machen Wirtschaft“, dann möchten wir Schülern und Lehrern das Thema „Kooperation“ näherbringen. Ein „Modell“, das die Natur und unser aller Körper so effektiv und wirksam nutzt.

Unsere Gesellschaft – das bestreitet kaum noch jemand – war bisher sehr deutlich „konkurrierend“ aufgestellt. Inzwischen zeigt sich, z.B. besonders im Mittelstand, dass nur mehr (intelligente) Kooperation, sozusagen „existenzsichernd“ wirkt.  

Sie sehen anhand dieser wenigen Hinweise, worum es bei „Schüler Machen Wirtschaft“ u.a. geht:

·         Erlernen von mehr kooperativ geleiteter Selbstverantwortlichkeit und Selbstorganisation – besonders – aber nicht nur in Genossenschaften

·         Schüler – Lehrer – (Eltern) sollen frei entscheiden können, in welcher „Rechtsform“ das am Besten geht. …  

Wir wollen es bei diesen Hinweisen zunächst belassen. …

Wir freuen uns auf eure Antwort!

KooperationGenial – Mein Körper, mein kooperatives Vorbild …

Redaktion: AG GenoLand-Dialoge im SmartCoop Forschungsinstitut (SCFI) der „ThinkTank“ im Bundesverband MMW e.V.(Cooperations- und Genossenschafts-Wirtschaft)  www.bundesverband-mmw.de  info@schueler-machen-wirtschaft.de  o. info@genoland.de

Unsere Berater in Sachen Quanten-Management: FIKW (ForschungsInstitut Kooperativer Wandel) des IWMC Quanten-Instituts - Internationale Wissenschafts- u. MedienCooperation für angewandte Quantenphysik - Kontakt:  info@quanteninstitut.de

 

2.4.22

Zukunftsfähige Genossenschafts-Politik

 

 

*Zukunftsfähige Genossenschaftspolitik*

 

- Positionspapier -

 

Thema:

 

Genossenschaften sind jetzt politisch wichtiger denn je!

Die Mitgliederförderung ist das „Grundgesetz“ jeder eG

Finanzbehörden schränken – eigenmächtig und rechtswidrig - die Mitgliederförderung von Genossenschaften ein!

 

Der Hintergrund

 

Anders als politisch gewollt – und in anderen EU-ändern vorbildlich gelöst - scheint es dem Genossenschaftsbereich in Deutschland nicht zu gelingen, die Anzahl der Genossenschaften zu steigern. Im Vergleich zu Frankreich müsste es in Deutschland ca. 35.000 Genossenschaften geben. Tatsächlich sind es jedoch weniger als 8.000 (!). Die Zahlenangaben schwanken zwischen 7.000 bis 7.600.

 

Und dabei wäre die Genossenschaft eine ideale Rechtsform, um wichtige gesellschaftliche Themen zur Lösung zu bringen. Dazu gehört z.B.:

Ø  Die sich ständig weiter öffnende Schere im Bereich der Vermögensverteilung zu stoppen oder sogar umzukehren.

Ø  Die Partizipation der Beschäftigten in und an Unternehmen zu intensivieren (MitUnternehmer).

 

Die Regierungskoalition wäre gut beraten, sich deshalb intensiver mit der Neugründung von Genossenschaften zu befassen. Kreative Lösungen für Gründungswillige wären z.B. Steuererleichterungen in den ersten 3 Jahren, sofern die erzielten Gewinne zum Eigenkapitalaufbau der neu gegründeten Genossenschaften genutzt würden. Außerdem wäre der Gründungsvorgang kostenmäßig zu entlasten und „Bürokratie-Abbau“ wirklich zu realisieren.

Auch die (gesetzliche) Prüfungspflicht wäre näher anzusehen. Wer eine GmbH oder UG gründet, hat keine „Gründungs-Prüfung“ und eine GmbH muss sich erst ab einer Bilanzsumme von 6 Mio. der Prüfung eines Wirtschaftsprüfers bedienen. Neben diesen Kosten, ist auch der Verwaltungsaufwand erheblich.

Genossenschaften benötigen eine „Gründungs-Prüfung“, die Pflichtmitgliedschaft in einem Prüfungsverband und sind alle 2 Jahre bzw. jährlich zu prüfen, sofern ihre Bilanzsumme 2,0 Mio übersteigt.

  

Ø  Warum sollte man eigentlich eine Genossenschaft gründen? Natürlich, weil man davon überzeugt ist, dass Kooperation Sinn macht.

 

Aus Sicht des Gesetzgebers macht es ebenfalls viel Sinn, denn die Rechte von „Teilhaber-Beschäftigten“ sind gemeinsam zu gestalten und auch die Vermögensbildung ist quasi selbst „beeinflussbar“.

Warum? Weil eine Genossenschaft nur gegründet werden kann, wenn sie ihre Mitglieder fördert. Die Pflicht zur Mitgliederförderung ist sogar gesetzlich „verbrieft“! Im weiteren Sinne könnte man auch sagen:

 

Die „Genossenschaftliche Mitglieder-Förderung ist eine Art „Besondere Vermögenbildung“. Sie dient – so gesehen - auch durchaus dazu, eklatante Vermögens-Benachteiligungen der Mehrheit der Menschen in unserem Lande zu kompensieren.

 

Den Genossenschaftsbereich intensiver zu fördern, macht also wirklich Sinn, weil damit auch gesellschaftliche „Schieflagen“ (nicht nur bei der Vermögensverteilung und „Teilhaberschaft“ an Unternehmen) zu korrigieren sind.

 

Ø  Es sollte also eigentlich JETZT darum gehen - im Konsens wahrscheinlich aller Parteien - mittels Genossenschafts-Neugründungen, zugleich mehrere gesellschafts-politische Problemlagen intelligent zu „entspannen“ möglicherweise sogar zu lösen!

Grundlage dafür wäre es:

Ø  die Forcierung der Gründung neuer Genossenschaften zu initiieren. Dazu gehören nicht nur Gründungsvereinfachungen und Reduzierung der Gründungskosten.

 

Die vorgenannten politischen Wirkungen ergeben sich insbesondere daraus, dass Genossenschaften – im Gegensatz zu allen anderen Rechtsformen – eine gesetzliche „Förderpflicht“ (genannt Förderzweck) gegenüber ihren Mitgliedern haben.

Genau diese gesetzliche Förderpflicht für Genossenschaften lässt wahrscheinlich werden, dass Neugründungen von Genossenschaften den vorgenannten Einfluss auf positive sozialpolitische Korrekturen haben.

 

Gerade in dieser wichtigen Situation – eine Trendumkehr in Richtung mehr Genossenschafts-Gründungen bewirken zu müssen - kommen Finanzbehörden auf die Idee, das „Herzstück“ jeder Genossenschaft – den „Gesetzlich verpflichtenden Förderzweck“, d.h. die Mitgliederförderung – besteuern zu wollen.

Im Klartext heißt diese Besteuerung:

 

Ø  Minderung bzw. Schwächung der Mitglieder-Förderung!

 

Man könnte es auch so ausdrücken:

Ø  Die Chance zu Korrekturen bei der Vermögensverteilung und zu mehr Partizipation in/an Unternehmen wird quasi zunichte gemacht, zumindest jedoch erheblich geschwächt.

Aber nicht nur das, es scheint auch keine deutlichen Gesetzesgrundlagen zu geben, die legitimieren würden, die Mitgliederförderung zu „besteuern“.

Es geht um (selbstherrliches) „Verwaltungshandeln“ der Finanzämter, die offensichtlich nicht wissen, was sie verursachen:

Ø  Sie nehmen indirekt Einfluss auf das gesetzlich verbriefte „Grundgesetz“ jeder Genossenschaft, die Förderpflicht ihrer Mitglieder!

 

Halten wir also fest:

 

Ø  Das Genossenschafts-Gesetz verlangt Mitglieder-Förderung!. Ohne diese wäre eine Genossenschaft weder zu gründen, noch zu betreiben; sie wäre sogar aufzulösen!

 

Ob sich die Finanzbehörden nun ihrer Folgen bewusst sind oder nicht:

 

Ø  Faktisch mindern sie die Mitglieder-Förderung!

 

Die Finanzbehördern fordern offensichtlich sowohl das Umsatzsteuerrecht, als auch das Einkommensteuerrecht anzuwenden.

 

 Wir wollen hier nicht in Einzelheiten der Begründungen eintreten, sondern

es bei dem Kerngedanken belassen, dass

 

Ø  Dieses Verwaltungshandeln ein Eingriff in die gesetzlich verpflichtende Mitgliederförderung bedeutet.

 

Das Genossenschafts-Gesetz ist eindeutig und verlangt – ohne wenn und aber – die Förderung aller Mitglieder einer Genossenschaft!

 

Derzeit lässt weder das Umsatz-Steuerrecht, noch das Einkommens-Steuerrecht eindeutig erkennen, das es gesetzlich gewollt ist, die Mitglieder-Förderung – grundsätzlich oder teilweise – überhaupt zu besteuern.

 

Diese Besteuerungs-Sicht der Finanzbehörden hat nichts anders zur Folge als faktisch:

 

Ø  Die gesetzlich geforderte und „verbriefte“ genossen-schaftliche Mitgliederförderung einzuschränken!

 

Um solche Verwaltungs-Eingriffe zu legitimieren, wäre wohl zunächst im Steuerrecht eindeutige Regelungen dafür zu schaffen. Solange diese eindeutigen steuerrechtlichen „Spielregeln“ fehlen, würde man jedes Einwirken der Steuerverwaltung im Rahmen der Förderwirtschaft wohl als „rechtswidriges Verwaltungshandeln“ bezeichnen.

 

Was wäre zu tun, wenn Steuerverwaltungsbehörden „Steuerforderungen aufgrund der Mitgliederförderung erheben:

 

A.   Falls Mitglieder „gezwungen“ werden, „Förderzweck-Erträge“ zu versteuern, sollten sie deutlich machen, dass die Zahlungen „vorläufig“ sind und ggf. zurückgefordert werden.

B.  Falls Steuerberater seitens der Finanzverwaltung unter Druck gesetzt werden, sollten sie mittels entsprechendem „Formschreiben“ ihres Verbandes oder der Steuerberaterkammer, sich in geeigneter Form zur „Wehr setzen“.

 

Dringlichkeit und gesamtgesellschaftliche politische Bedeutung würden auch durchaus rechtfertigen:

 

Ø  Über Petitionen betroffener Genossenschaften und Genossenschaftsmitglieder nachzudenken.

Ø  Außerdem sollten sich solche Genossenschaftten bzw. Genossenschaftsmitglieder direkt an ihre zuständigen Wahlkreisabgeordneten (möglichst aller Parten) wenden

Die zuständigen Wahlkreisabgeordneten:

Ø  Für die Genossenschaft:

    Der Wahlkreis, zu dem die Geschäftsadresse der Genossenschaft

    gehört.

Ø  Für betroffene Genossenschaftsmitglieder

Der Wahlkreis, zu dem die Privatadresse des jeweiligen Mitglieds gehört.

Gern unterstützen wir Genossenschaften auch bei Presseerklärungen und Schreiben an Behörden, Parteien und Politiker.

 

Bundesverband MMWCoopGo

    Gerd K. Schaumann

          Vorstand 

 

PS:

 

Gutachten für mehr Rchtssicherheit?

 

Der Bundesverband MMW prüft derzeit die Möglichkeit der Erstellung eines oder mehrerer Rechtsgutachten. Es ist nicht ganz eindeutig, ob der Schwerpunkt eher im Genossenschaftsrecht oder eher im Steuerrrech liegen muss oder ob es zwei unterschiedlicher Rechtsgutachten bedarf.

 

Erläuternde Ergänzungen:

 

Der Bundesverband MMW sieht mit großer Sorge die weiterhin rückläufigen Entwicklungen im Bereich Genossenschaftsgründungen. Wir sehen parallel einen „unlegitimierten“ Eingriff in das Grundgefüge von Genossenschaften, den Förderzweck der Mitglieder.

 

Die neue Bundesregierung hat erklärt – das Genossenschaftswesen in Deutschland zu befördern. Diese Haltung ist dehalb besonders wichtig, weil das Deutsche Genosenschaftswesen – völlig im Gegensatz zu allen anderen EU-Staaten - nicht nur schwächelt, sondern sogar rückläufig ist!

Ø  Die aktuellen Zahlen stehen im Widerspruch zu dem, wie es in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird!

Außerdem sehen wir, dass Genossenschaften wichtige politische Eckpfeiler einer Politik sein können, um:

Ø  Mehr Partizipation der Arbeitnehmer

und

Ø  Eine gerechtere Vermögensverteilung

sowie

Ø  Wichtige ökologische Entwicklungen

in unserem Land anzubahnen und auch herbeizuführen!

 

Was sollte also geschehen, um die Attraktivität des Genossenschaftswesens in Deutschland zeitnah zu erhöhen?

 

Hierzu einige Anregungen:

 

A.  Das Genossenschafts-Gesetz (GenG) überarbeiten:

 

Wesentlicher Gründe für eine „Novellierung des Genossenschafts-Gesetzes“ sind z.B.:

 

·       Die Genossenschafts-Banken in einem eigenständigen Gesetz („Genossenschafts-Banken-Gesetz“) regeln. Erst nach einer „Trennung“ von „Bank-Genossenschaften“ und sonstigen Genossenschaften lässt sich das GenG wirklich zeitgemäß und situativ anpassen. 

·       Außerdem sollte eine – genossenschaftsbezogene – Neuprdnung der „Qualitätssicherung“ erfolgen. Das bisherige System orientiert sich am Maßstab „Banken“. Weil in Bank-Genossenschaften offensichtlich der Förderzweck – das „Herz“ jeder Genossenschaft - nicht unbedingt für „wesentlich“ gehalten wird, findet der Förderzeck auch – seit Einführung der Qualitätsprüfung - keine Berücksichtigung bei der Qualitätsprüfung!

 

B.  Den Förderzweck des Genossenschafts-Gesetzes konkretisieren:

Es ist erstaunlich, dass die Mitglieder-Förderung sozusagen als „Grundgesetz“ jeder Genossenschaft gesehen wird, aber im gesamten Genossenschafts-Gesetz (GenG) keine wirklich konkreteren Ausführ-ungen gemacht werden, WAS dieser Förderzweck eigentlich bedeutet bzw.Wie und Womit er z.B. zu realisieren ist?  

        

C.  Genossenschafts-Recht und Steuerrecht „synchronisieren“ – d.h. aufeinander abstimmen.

 

Genossenschaftsgesetz und Steuergesetze (Körperschaftssteuer, Umsatzsteuer) sind bisher nicht aufeinander abgestimmt. Daher ergeben sich z.B. Diskrepanzen, wie sich diese derzeit in einigen Genossenschaftsbereichen andeuten. Daraus ergeben sich folgende Probleme:

·       Der Genossenschaftliche Förderzweck ist „gesetzlich“ verpflichtend, wenn auch auslegungsbedürftig, geregelt.

·       Wesentliche (offene) Frage ist z.B., ob die Mitgliederförderung – mit welcher Auswirkung auch immer – überhaupt in „brutto“ und „netto“ aufzuteilen wäre?

·       Hierzu gibt es derzeit keine Gesetzesgrundlage für eine Besteuerung.

·       Wenn es hierzu Regelungen geben soll, dann müssten es sich dabei um eindeutige Wilensbekundungen des Gesetzgebers handeln, weil in die „Substanz“ der Förderung eingegriffen wird!

 

D. Das Recht auf Mitglieder-Förderung kann nicht durch

    Verwaltungshandeln geschmälert werden!    

 

·       Derzeit ist erkennbar dass Verwaltungsbehörden (Steuern) mittels Verwaltungsanordnungen in den Bereich der genossenschaftlichen Migliederförderung „eingreifen“ und „Steuernachzahlungen“ festlegen.

·       Weder das Einkommensteuerrrecht noch das Umsatzsteuerrecht trifft jedoch hierfür Grundlagen.

 

Kooperation – Eine wichtige Option für die Zukunft

 

 Berlin/Dessau P3-03-22

 

Redaktion: Bundesverband MMWCoopGo e.V.

- Dachverband .-

für das ganzheitliche Cooperations- und Genossenschaftswesen

- Spitzenverband -

für das Genossenschaftswesen

Vorstand: Lothar Kühne – Dr. Wolfram Klüber – Gerd K. Schaumann

Kontakt: 06842 Dessau-Roßlau, Oranienbaumer Str.1

Tel,: 0340/2202424

(www.bundesverband-mmw.de info@menschen-machen-wirtschaft.de

 

Der Mittelstand ist zu wichtig – Also stärken wir ihn kooperativ!

*SmartCoop – Existenzsicherung im Mittelstand*   SmartCoop-Dialoge     *Rechtsformen genial ko...